Nordhessen reden über sich und ihre Region PDF Drucken E-Mail

Ein Film, der die Perspektive wechselt.

Die gemeinsame Nutzung von Weiden, Gewässern und Wald (Allmende, Interessentenwälder) ist insbesondere in den ländlichen peripheren Gebieten eine bewährte Tradition, deren (Ausläufer) noch heute vorhanden sind und zum Teil aktiv weitergestaltet werden (vgl. Interessentenwälder). So gab es bspw. in den 70er Jahren, gerade auch im "Zonenrandgebiet" in Nordhessen, neue Formen von Gemeinschaftsgründungen, die in anderem Gewand an alte Traditionen anknüpften.

Der Film zeigt die Wurzeln solidarischer Wirtschaftsformen in der seit jeher strukturschwachen Region Nordhessen, sucht dabei nach Formen der regionalen Identität und fragt nach den Perspektiven und Bedürfnissen der Region. Die Auswahl der Interviewpartner und -partnerinnen orientierte sich daran, einen möglichst vielfältigen Ausschnitt aus der nordhessischen Gesellschaft darzustellen. Die "talking heads", nach dieser Technik wird der Film montiert, sind sowohl Alteingesessene, Zugezogene, Dagebliebene, Rückkehrer, junge und ältere entschlossene und auch unentschlossene Menschen, die auf ihre Art und Weise einen Beitrag dazu leisten, das Leben in der Region zu verbessern.

Ziel des Films ist die Wertschätzung der vielfältigen Traditionen gemeinschaftlichen Wirtschaftens, die ggf. bei der Suche nach Antworten auf die Frage der zukünftigen Gestaltung der regionalen Entwicklung in Nordhessen beitragen kann. Auf dem Weg von einer strukturschwachen hin zu einer zukunftsfähigen Region.