| Solidarische Ökonomie in Lateinamerika |
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2001 wurde erstmalig das Weltsozialforum in Porto Alegre/ Brasilien einberufen, zu dem 16 Tausend Menschen aus 117 Ländern kamen. Dort bildete sich die erste internationale Arbeitsgruppe „Solidarische Volksökonomie und Selbstverwaltung“, in der mit 1500 Personen die Selbstorganisation der Arbeiter und Arbeiterinnen, die staatliche Politik und die wirtschaftlichen und sozialen Perspektiven von Arbeit und Einkommen diskutiert wurden.1 In dieser Arbeitsgruppe wurde die folgende Definition der SÖ als starkes Werkzeug des empowerment und sozialen Wandels definiert, das aus den Initiativen verantwortlicher Bürger hervorgeht,die die Kontrolle darüber, wie sie produzieren, konsumieren, sparen, investieren und austauschen,behalten wollen. Die Arbeitsgruppe sieht die SÖ als ein Modell der Gemeinschaften und der lokalen Ökonomie und bezeichnet sie als die Wirtschaft der Basis. Aus ihrer Perspektive ist es die Zivile Gesellschaft, die die Solidarische Ökonomie aufbaut, die zu einer nachhaltigen Entwicklung führt, sodass staatliche Ressourcen lediglich eine Ergänzung ihrer eigenen Aktionen und Ressourcen sind. Sie sehen SÖ als Garant dafür, dass die Wirtschaft ethischen Werten entspricht.
Solidarische Ökonomie, Clarita Müller-Plantenberg
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